Heutzutage ist die Haut vielerlei Gefahren ausgesetzt und man muss seine Feinde kennen, bevor man sich wirksam vor ihnen schützen kann. Unsere Haut wird vor allem von Umweltfaktoren belastet. Sie sind die Hauptschuldigen von Hautflecken, Verfärbungen und Falten, die uns vorzeitig altern lassen. Die Hände, der Hals und das Gesicht sind am stärksten gefährdet, denn sie sind den Umwelteinflüssen beinahe ständig ausgesetzt.
Reinigen und schützen, mit diesen beiden Massnahmen beugen Sie Hautschäden vor und erhalten sich einen gesunden, reinen glatten Teint. Sobald Sie erst einmal ein neues Bewusstsein für Reinlichkeit entwickelt und begonnen haben, die Gefahren für Ihre Haut zu bekämpfen, werden Sie auch einige zusätzliche Bereiche des täglichen Lebens angehen können, die das Wohlbefinden Ihrer Haut beeinträchtigen.
Schauen wir uns die Feinde unserer Haut mal genauer an.
Luftverschmutzung: Am stärksten sind Stadtbewohner von der Luftverschmutzung betroffen. Täglich sammeln sich Schmutz und Staub auf der Haut an, die im Lauf der Zeit die Poren verstopfen und dadurch zu Pickeln und Mitessern führen. Jogger und andere fitnessbewusste Menschen setzen ihre Haut zusätzlichen Gefahren aus, wenn sie ihre sportliche Aktivität ungeschützt in der Luft der Städte betreiben. Häufig leiden Reisende, die oft zwischen grossen Städten unterwegs sind, unter unangenehmen Veränderungen des Teints, die auf Unterschiede in der Qualität der Luft zurückzuführen sind.
Unter solchen Bedingungen muss es erklärtes Ziel jedes einzelnen sein, seine Haut so sauber wie möglich zu halten, besonders wenn man von Natur aus fettige Haut hat.
Rauchen: Obwohl immer mehr Menschen die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens erkennen, ist den meisten nicht bewusst, dass das Rauchen auch einen Teil der Umweltverschmutzung darstellt. Zigarettenrauch setzt sich genauso an der Haut ab wie jede andere Art von Schmutz und man braucht nicht selbst Raucher zu sein, um mit diesem Ärgernis konfrontiert zu werden. Täglich und überall werden wir vom Rauch anderer Menschen belästigt.
Zusätzlich schaden Raucher ihrer Haut von innen, indem sie ihrem Organismus Giftstoffe zuführen. In der Lunge sammeln sich Schmutzpartikel an, die über den Kreislauf in den ganzen Körper gelangen und der Haut mit der Zeit einen Teil ihrer Spannkraft rauben.
Das Kohlenmonoxyd im Zigarettenrauch verbindet sich leichter mit Hämoglobin ( ein sauerstofftransportierendes Pigment im Blut ) als Sauerstoff und verdrängt ihn. Dadurch wird die Sauerstoffmenge, die für Abbau und Erneuerung von Hautgewebe zur Verfügung steht, erheblich reduziert. Auf Dauer führt Sauerstoffmangel der Haut zur Dehydratisierung. Es kann nicht überraschen, dass das Rauchen nachweislich für vorzeitiges Altern steht.
Durch dauerndes Ziehen an der Zigarette entstehen Falten an beiden Seiten des Mundes und an der Oberlippe. Ausserdem entwickeln Raucher viel häufiger die sogenannten Krähenfüsse in den Augenwinkeln als Nichtraucher.
Die Lösung all dieser Probleme ist natürlich, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn Sie unbedingt etwas in die Hand nehmen müssen, sollten Sie statt zur Zigarette zu Stangensellerie oder Karotten greifen, daran können Sie den ganzen Tag knabbern, ohne zuzunehmen.
Alkohol: Mehr als 6 cl Alkohol ist schlecht für die Haut. Alkohol bewirkt erstens eine Verengung der Blutgefässe, so dass das Gesicht nicht richtig durchblutet wird. Zweitens wirkt Alkohol dehydratisierend und nimmt der Haut dringend benötigte Feuchtigkeit. Auf Dauer führt mangelnde Feuchtigkeit zu Fältchen und Falten, besonders um, die Augen herum.
Man kann seinen Alkoholkonsum reduzieren oder ganz einstellen, um diesen Folgen vorzubeugen. Ein Glas Wein pro Tag schadet niemanden. Ansonsten sollte man sich an Kräutertee, Mineralwasser oder mit Mineralwasser verdünnte Fruchtsäfte halten.
Die Sonne: Inzwischen steht es ausser Zweifel, das die Sonne die stärkste Bedrohung jugendlicher Haut und die Hauptursache vorzeitigen Alterns ist. Noch immer glauben viele Menschen, das vorübergehende Austrocknen von Hautunreinheiten und eine sogenannte gesunde Farbe seien das Risiko wert, aber die Zerstörungen durch ultraviolette Strahlung ist nicht wieder gutzumachen.
Denken Sie an Falten, Hautkrebs, Dehydratisierung, Leberflecken, Hautverfärbungen und lederne Haut. All dies sind direkte Folgen der Sonneneinstrahlung. Sie sollten sich vor allem über die langfristigen schädlichen Folgen des Sonnenbadens bewusst sein, die sich im Lauf der Zeit langsam aufbauen.
Die eigentliche Schädigung der Haut geschieht unter der Haut, wo die Elastin - und Kolagenfasern liegen, die der Haut ihre Zusammensetzung und Form geben. Ultraviolette Strahlen durchdringen die oberen Hautschichten und zerstören diese Zellen langsam.
Dem Körper fällt es mit zunehmenden Alter immer schwerer, zerstörte Zellen zu ersetzen. Ist die Elastizität erst einmal geschwächt und die tiefliegende Hautschicht angegriffen, so gibt es kaum noch Schutz vor Falten und schlaffer Haut. Der beängstigende Zug am Erzfeind unserer Haut ist die verzögert eintretende Wirkung ultravioletter Strahlung. Es ist nachgewiesen, dass es bis zu zwanzig Jahre dauern kann, bis Hautkrebs zutage tritt. Also können Sie nicht wissen, welchen Preis Sie in mittleren Jahren vielleicht für den Genuss des Sonnenscheins in der Jugend bezahlen müssen.
Bedenken Sie, dass die Hände denselben Gefahren durch Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind wie das Gesicht, und deshalb genauso geschützt werden müssen.
Wollen Sie sich einen jugendlich wirkenden, glatten Teint bewahren möchten, meiden Sie am besten das Sonnenlicht ganz.
Wenn Sie sich der Sonne aussetzen müssen, sollten Sie sich gegen die schädliche Strahlung schützen. Solche Schutzmassnahmen müssen Ihnen in Fleisch und Blut übergehen, ob Sie an einem sonnigen Tag einkaufen gehen oder sich am Stand aufhalten. Tragen Sie auf alle der Sonne ausgesetzten Körperteile einen Sonnenschutz mit starkem Schutzfaktor auf. Augencreme und Sonnenbrille sind zum Schutz des empfindlichen Augenbereichs unerlässlich. Ein spezieller Sonnenschutz für die Lippen verhindert, dass sie austrocknen und aufspringen. Auch eine Kopfbedeckung kann nicht schaden.
Flugreisen: Eine der wenig bekannten unangenehmen Seiten von Flugreisen ist die dehydratisierende Wirkung der Flugzeugluft auf die Haut. Wegen des im Flugzeug künstlich erzeugten Luftdrucks ist die Haut nach einem Flug oft gespannt, trocken und gereizt.
Um diese Erscheinungen zu vermeiden, sollten Sie vor dem Abflug Hautcreme und Augencreme auf das Gesicht auftragen. Cremen Sie Ihr Gesicht von Zeit zu Zeit immer wieder nach, und Augen und Hände nicht vergessen.
Innere Anspannung und Stress: Emotionaler Ärger und Stress kann die Beschaffenheit und Farbe des Teints verändern und sogar zum Ausbruch hässlicher Pickel führen.
Solchen Hautproblemen kann man begegnen, indem man seine innere Angespanntheit und Aufregung abschwächt. Das geht nur, indem man sich entspannt. Beispielsweise, durch Massagen, einem ausgedehnten Vollbad, eine frisch aufgebrühte Tasse Kräutertee. Oder machen Sie sich eine sportliche Aktivität zur Gewohnheit ; dreimal die Woche 45 Minuten bauen Frustrationen und Spannungen ab und halten gleichzeitig Ihren Körper straff und Ihr Gewicht unter Kontrolle.
Kälte: Es gehört zur harten Realität des Winters, dass kalte Luft, beissender Wind und geheizte Innenräume sich zu einer dehydratisierenden Umgebung verbinden, die der Haut lebenswichtige Feuchtigkeit entzieht. In den drei bis vier oder noch mehr Monaten ( je nach dem, wo man zu Hause ist ), in sehr trockener, kalter Luft trocknen Gesicht, Lippen und Hände zunächst aus, färben sich rot, beginnen zu jucken und schliesslich zu schmerzen. Beginnen Sie gleich zu Anfang des Winters, Ihrer Haut Feuchtigkeit zuzuführen
Bringen Sie zu Hause und im Büro Luftbefeuchter an und stellen Sie in jedem Raum eine Schüssel mit Wasser auf den Heizkörper, damit Feuchtigkeit in die Luft gelangt.
Verwenden Sie statt Seife eine schwache Reinigungslotion und schützen Sie sich darüberhinaus mit Feuchtigkeitscreme, Augencreme und Lippenbalsam.
Rasieren Sie sich elektrisch. Gereizte oder trockene Haut wird durch Elektrorasur weniger stark belastet.
Tragen Sie auf alle unbedeckten Hautflächen eine Sonnencreme mit starkem Schutzfaktor auf, bevor Sie irgendeinen Wintersport betreiben.
Duschen oder baden Sie höchstens einmal am Tag, um die Haut nicht ihrer natürlichen Fette zu berauben.
Fügen Sie Ihrem Badewasser irgendeine Art von Öl zu, um dem Körper zusätzlich Fett zuzuführen.
Reiben Sie täglich den ganzen Körper mit Körperlotion ein.
Geben Sie Ihrer Haut Feuchtigkeit von innen, indem Sie täglich 1 1/2 bis 2 Liter Wasser trinken.
Man sollte sich eigentlich schon in Teenagerjahren an überlegte und vernünftige Hautpflege gewöhnen, aber es ist nie zu spät, mehr über die äusseren Einflüsse zu lernen, die Ihrem Teint schaden - und vor allem, wie man ihnen begegnet. Wissen ist der Schlüssel zu lebenslang gesunder Haut. Haben Sie es einmal erworben, so nutzen Sie es auch.