Märchen : Laufen ist das beste Training zur generellen Konditionierung.
Fakt : Laufen konditioniert zwar Herz und Kreislauf, tut aber nur wenig für den übrigen Körper. Lediglich beim Laufen werden die Beine etwa in der Mitte ihres Bewegungsspielraums trainiert, so dass für die Elastizität bzw. die Beweglichkeit nichts getan wird. Und was ist mit der Stosswirkung auf Beine und Füsse? Beim Laufen lastet bei jedem Schritt das Drei - bis Vierfache Ihres Körpergewichts auf den kleinen Knochen der Füsse. Im Hinblick auf generelle Konditionierung kann sich Laufen mit Bodybuilding nicht vergleichen.
Der Bodybuilding - Lebensstil umfasst eine Vielzahl gesundheitsfördernder Faktoren: Muskuläre Ausdauer und Muskelkraft, Konditionierung von Herz und Kreislauf, gesunde Ernährung, niedriger Körperfettanteil, genug Ruhe und Schlaf, grössere Beweglichkeit, Abbau von Stress und mehr Selbstachtung.
Märchen : Zusätzliche Eisenpräparate sind rausgeschmissenes Geld.
Fakt : Bei Sportlern und Nichtsportlern scheint Eisenmangel gleichermassen verbreitet zu sein.
Da Frauen aus natürlichen Gründen ( Eisenverlust während der Periode ) mehr Eisen brauchen, müssen sie besonders auf die Deckung ihres Eisenbedarfs achten. Für Eisenmangel mag es unterschiedliche Gründe geben, aber für Sportler ist dieser Zustand auf keinen Fall wünschenswert, denn er beeinträchtigt die körperliche Leistungsfähigkeit. Eisenmangel reduziert die Kapazität des Bluts im Hinblick auf den Sauerstofftransport, so dass die Betroffenen unter Lustlosigkeit und Mattigkeit leiden. Eine weitere Folge ist verstärkte Milchsäurebildung, und kann die sportliche Leistungsfähigkeit entscheidend einschränken. Zwar ist es möglich, den Eisenbedarf mit entsprechenden Nahrungsmitteln wie Fleisch, Leber und grünem Blattgemüse zu decken, aber ein gutes Eisenprärarat kann sehr nützlich sein, insbesondere für körperliche aktive Menschen.
Märchen : Krafttraining und Bodybuilding tun nichts für Herz und Kreislauf.
Fakt : Zirkeltraining mit Gewichten kombiniert Widerstandstraining mit aerober Trainingswirkung.
Forschungsarbeiten belegen, dass ein entsprechend zusammengestelltes Gewichttraining Herz und Kreislauf konditioniert. Ein Zirkeltraining mit Gewichten - mit z.B. Sätzen von 10 - 20 Wiederholungen und 30 - 60 Sekunden Ruhepause zwischen den Sätzen - stärkt ohne Zweifel das kardiovaskuläre System. Sätze von wenigen Wiederholungen mit schweren Gewichten und Ruhepausen von 2 - 3 Minuten nach jedem Satz bringen dagegen nur sehr wenig für Herz, Kreislauf und Lunge.
Intervalltraining und Kniebeugen kann ein gutes aerobes Training sein.
Märchen : Sich mit dem Kopf nach unten anzuhängen, ist sehr entspannend.
Fakt : Inversion entlastet unter Umständen die Wirbelsäule, kann aber auch gefährlich sein.
Bei Inversion kann man sich den Nerv einklemmen ( wo die Eisen der Anhängevorrichtung auf die Füsse drücken ). Der Blutdruck steigt bei Inversion und das macht diese Praktik für Menschen mit Hypertonie und anderen gesundheitlichen Komplikationen fragwürdig. Da der Blutdruck auch beim Training vorübergehend steigt, hebt Training mit Gewichten während Inversion den Blutdruck nur noch stärker an.
Märchen : Bodybuilding ist sehr anstrengend und bringt nur grosse Muskeln und grösseren Appetit.
Fakt : Bodybuilding erhöht auch die Selbstachtung.
Bei einer Studie von 120 Studenten, die Bodybuilding - Training betrieben, und einer Vergleichsgruppe von 130 Männern, die einen Kurs in genereller Gesundheit besuchten, wurde vor und nach dem Semester das Bild überprüft, das die Probanden von sich selbst hatten.
Diejenigen, die mit Gewichten trainiert hatten, wurden in dieser Zeit kontaktfreudiger, ausgeglichener und generell selbstbewusster. Je niedriger das Selbstbewusstsein zu Beginn der Studie war, desto deutlicher waren die positiven Veränderungen nach den 16 Wochen.
Diese Verbesserungen sind vor allem mit dem Gewichttraining der Probanden zu erklären, bei dem der Einzelne seine persönlichen Fortschritte unmittelbar und deutlich erkennnen kann - sei es anhand der steigenden Gewichte, der Anzahl und Wiederholungen oder der Veränderungen der Muskulatur.
Märchen : Frauen werden unfruchtbar, wenn sie mit Gewichten trainieren.
Fakt : Bei manchen Bodybuilderinnen im Leistungssport kommt es zu vorübergehender Amenorrhoe.
Dieses Ausbleiben der Regel ist die Folge hormoneller Veränderungen aufgrund drastischer Reduktion des Körperfettanteils. Diese Kondition erleben manche Bodybuilderinnen nur in der Vorwettkampfphase ihres Trainings, wenn sie Ihr Körperfett über das Mass hinaus reduzieren, das für einen normalen Hormonhaushalt notwendig wäre. Im Allgemeinen setzt die Periode wieder normal ein, wenn die Frauen nicht mehr so hart trainieren und/oder ein wenig zunehmen.
Die weitaus meisten Bodybuilderinnen trainieren mit Mass und Ziel, ernähren sich ausgewogen und meiden Extreme im Zusammen - Training und Diät, die Amenorrhoe hervorrufen.