Sog. Glucocoricoide, die Hirnzellen in erheblichen Mengen absterben lassen, werden durch erhöhte Stress im Körper gebildet. Diese Hormone sind dafür verantwortlich, dass Trauernde, Überlebende aus Konzentrationslagern und Marathonläufer offenbar schneller altern (Ansicht Biologe Robert Sapolsky Uni Stanford). Auch bei Tierversuchen hat er dieses Verhalten beobachtet. Die für das Gedächtnis und das Lernvermögen verantwortlichen Bereiche des Gehirns werden bei erhöhter Konzentrationen von Stresshormonen beeinflusst. Unter starkem Stress steigen diese Konzentrationen auf das 5 bis 10fache an wie z.B. bei Operationen, Trauer oder Training bis zur totalen Erschöpfung.
Lebensweise
Zu fette Ernährung, psychischer Stress, Rauchen und Mangel an Bewegung sind in der heutigen Zeit oft eine Erklärung dafür, weshalb Menschen nicht so lange leben, wie sie eigentlich könnten. Muskelmasse und Kraft, das Schlagvolumen des Herzens und die Organfunktionen nehmen ab dem 30. Lebensjahr generell ab. Mangelnde Beanspruchung führt zu diesem Nachlassen, vermuten wissenschaftliche Studien; bei trainierten, älteren Sportlern treten altersbedingte Veränderungen später ein. Sport beeinflusst positiv die Regulierung des Blutdruckes und des Stoffwechsels, beugt Knochenschwund vor und erhöht das Selbstwertgefühl. Mit regelmässiger sportlicher Aktivität können sogar die mit dem Ruhestand eintretenden Depressionen vermieden werden. Die Lebensqualität wird ungeachtet des Lebensalters dank Sport erhöht.
Kalorienarme Lebensweise
Die Lebenserwartung ist am längsten, wenn wir nur soviel Nahrung aufnehmen, dass unser Körpergewicht etwas unter dem Durchschnittsgewicht bleibt, lassen viele Tierversuche vermuten. Um effektiv Alterserscheinigungen vorzubeugen, sind Sport und Bewegung immer noch die beste Möglichkeit.
Zeitlich bedingte Veränderungen
Graues Haar tritt bei der Hälfte aller 55-jährigen auf.
Zwischen 15 und 30 wächst das Haar am schnellsten.
Das Haar hat mit 30 eine Dicke von 100 Mikrometer, mit 80 eine Dicke von 80 Mikrometer.
Ca. 1 cm breiter und länger kann die Nase mit dem Alter werden, die Ohrläppchen ca. 0,5 cm.
Mit 30 liegt das Sehvermögen bei 20/20 und mit 80 bei 20/30.
Im Alter von 30 ist das Verhältnis der Anzahl der Geschmacksnerven zu dem im Alter von 80 gleich 245/88.
Muskeln
Mit 70 sind wir ca. 2,5 cm kleiner, das Äussere hat sich verändert und das Körpergewicht hat sich umverteilt. Bis zum 60. Lebensjahr büssen die meisten Menschen druchschnittlich 1/3 ihrer Muskelsubstanz und Muskelkraft ein. Diesem Prozess können wir mit Bodybuildung entgegenwirken, sogar verhindern, dem einzigen Jungbrunnen, den es wirklich gibt. Mit 60 kann man noch dieselbe Muskelmasse und Muskelgrundspannung wie mit 35 haben, dank regelmässigem Training und fett- und cholesterinarmer ballaststoffreicher Ernährung. Die Gesundheit wird dadurch wesentlich verbessert.
Intelligenz
Bis zum 60. Lebensjahr gehen Millionen von Hirnzellen verloren. Trotzdem kann man die intelektuelle Kompetenz verbessern. Je mehr wir unseren Verstand einsetzen, um so schärfer bleibt unser Intellekt, berichten Wissenschaftler. Langsam weitsichtiger werden wir mit Anfang 40. Bestimmte Farben können wir mit Mitte 50 nicht mehr so richtig erkennen. An unserem Sehvermögen ändert sich danach kaum noch etwas.
Falten
Zumindest im Gesicht können wir mit Hilfe von Kosmetika so aussehen, als würden wir langsamer altern. Für Kosmetika geben sowohl Männer als auch Frauen Tausende von Euros aus.
Mit zunehmenden Alter wird die Haut am Hals dicker und weniger elastisch. Unter dem Einfluss der Witterung wird die Haut mit der Zeit gedehnt wie ein Gummiband. Lächelt ein junger Mensch, verschwinden die Falten anschliessend wieder, die sich um die Mundwinkel und Augen herum bilden. Falten bleiben bei älterer Haut. Sonneneinstrahlung ruft mehr Falten hervor als das Altern allein. Nicht wirklich helfen Hautcremes, ob teuer oder billig. Sehr effektiv dagegen sind Sonnencremes mit hohen Lichtschutzfaktor.
Nicht auf Dauer wirken Hautcremes. Sie bleiben auf den Hautoberfläche und schliessen lediglich die Feuchtigkeit ein, so dass die Falten weniger auffällig sind.
Vitamin C regt die Haut zur verstärkten Bildung von Kollagen an, haben Wissenschaftler der Duke Uni herausgefunden. Kollogen ist ein Bestandteil des Bindegewebes, der uns jugendlicher erscheinen lässt.
Lebensauffassung
Es liegt hauptsächlich an der Lebensauffassung, ob man sich mit 40 alt fühlt, oder mit 70 noch jung! Die Auffassungen und Überzeugungen eines Menschen haben grossen Einfluss darauf, wie dieser Mensch lebt und altert. Wenn man denkt, dass man im Alter gebrechlich, vergesslich, langsam und unproduktiv wird, wird dieses Denken einen auch dazu machen. Dieses Denken behindert in jeglicher Hinsicht. Wir müssen derartige Denkmuster aus unseren Gedanken verbannen, wir müssen das Altern als Teil eines erfüllten Lebens betrachten.
10 Möglichkeiten, um jung zu bleiben
01. Regelmässig Sport betreiben.
02. Denksport betreiben.
03. Gesund leben.
04. Richtig essen.
05. Produktiv sein und bleiben.
06. Gesellig bleiben.
07. Liebe geben, Interesse zeigen, Liebe annehmen
08. Optimistisch bleiben.
09. Die Dinge selbst in die Hand nehmen, für morgen leben.
10. Die Gesundheit schützen.