Immer neue wissenschaftliche Studien belegen, dass Bodybuildung weit über den Aufbau von Muskeln und die Entwicklung von Kraft hinausgehende Vorteile hat. Das Herz und der Knochenaufbau profitieren vom Bodybuilding und - ja, wirklich, auch das Gehirn. Bodybuilding kann das Herz nicht nur kräftigen, sondern es kann sogar zur Korrektur bereits existierender Schäden am Herzen beitragen und somit menschliches Leben verlängern. Studien belegen, dass bei Personen, die Bodybuilding ausüben, eine höhere Knochendichte nachgewiesen wurde als bei Personen, die aerobes Training betrieben.
Sogar bei älteren Menschen, die Gewichttraining und bewusste Ernährung betrieben, wird der Knochenaufbau gestärkt und darüber hinaus Verlusten von Calcium in den Knochen vorgebeugt. Doch noch wichtiger sind die Erkenntnisse, dass Bodybuilding neben den positiven Auswirkungen auf Herz und Knochenbau auch das Gehirn gesund erhält. Durch die Mikrozirkulation von Blut im Gehirn geschieht dies. Eine ständige Versorgung mit Blut und dem darin transportierten Sauerstoff und Glykogen erfordert die Aufrechterhaltung der Hirnfunktionen. Es treten irreversible Hirnschäden ein, wird die Durchblutung nur 3 Minuten unterbrochen. Für kontinuirliche Durchblutung des Gehirns sorgt Bodybuilding auf 3 Arten. Zwei davon sind fast ausschliesslich diesem Sport vorbehalten. Bodybuilding fördert kardiovaskuläre Fitness. Im Bodybuilding kommt es stark auf ein Minimum an Körperfett an. Ein grosser Teil der Blutzirkulation (50%) wird von Muskeln besorgt, die Blut durch den ganzen Körper pressen. Das Blut wird desto effektiver duch die Gefässe gepresst, je besser das Verhältnis von Muskeln zu Fett ist. Fett trägt nichts zur Zirkulation bei. Es handelt sich hierbei im warsten Sinne des Wortes um totes Gewebe. Fett behindert sogar die Duchblutung des Gehirns. Ein Durchschnittsmensch verliert zwischen den 20. und 40. Lebensjahr 3,5 kg an Muskelmasse und setzt 10,5 kg Fett an. Dies ist nicht der Fall bei Bodybuildern. Bodybuilder haben - verglichen mit inaktiven Männern und Frauen - einen um durchschnittlich 9% niedrigeren Körperfettanteil. Von der im Bodybuilding üblichen Zusatznahrung profitiert das Gehirn auch. Nehmen wir mal das Gedächtnis! Leistungssteigerung auf allen Gebieten, Änderungen des Verhaltens und Verbesserungen sportlicher Bewegungsabläufe sind nur in dem Mass möglich, in dem das Gehirn neue Informationen im Langzeitgedächtnis speichert und bei Bedarf abrufen kann. Bei körperlich inaktiven Menschen ab dem 30. Lebensjahr lässt diese Fähigkeit nach und man wird schrittweise zum Automaten. Der Mensch kann nichts Neues lernen ohne ein klares Erinnerungsvermögen und bleibt auf Lebenszeit dazu verurteilt, nach den Verhaltensweisen und Erinnerungen aus einer immer ferneren Vergangenheit zu leben. Einige neue Möglichkeiten hat die Ernährungswissenschaft zur Verhinderung dieses geistigen Verfalls entdeckt. Es wird die Vermutung aus Forschungsarbeiten nahegelegt, dass erlerntes Wissen weitgehend durch Veränderungen der Synapsen im Gedächtnis gespeichert wird. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben dies bestätigt. Bei reduzierter Konzentration ist die Speicherung im Gedächtnis beeinträchtigt. Man kann Veränderungen an den Synapsen verbessern, indem man den Neuronen zusätzliches Serotonin zuführt. Zusätzliche Ausschüttung von Serotonin fördert die Speicherung von Informationen im Gedächtnis. Wenn man unmittelbar nach Lernprozessen schläft, erinnert man sich besser. Serotonin wird in grossen Mengen ins Gehirn ausgeschüttet beim einschlafen. Das Erinnerungsvermögen wird auch durch Pharmazeutika, die die Serotoninkonzentration im Gehirn erhöhen, verbessert. Es wurden auch Studien mit Alkohol durchgeführt. Es wurden gesunden Freiwilligen bei mehreren Gelegenheiten Alkohol verabreicht und anschliessend wurden Messungen durchgeführt. Es wurde bei allen die üblichen alkoholinduzierten Gedächtnisschwächen registriert. Das Ausmass der Serotoninproduktion hängt davon ab, wieviel Tryptophan dem Gehirn über die Blutzirkulation zugeführt wird. Man kann die Produktion des Bluttryptophans mühelos erhöhen, indem man Tryptophan entweder in Form von Protein oder in Form eines Konzentrates mit reinem L-Tryptophan zuführt. Viele Bodybuilder nehmen solchen Tryptohan-Konzentrate. Die Konzentration von Tryptophan im Gehirn kann allerdings nur mit L-Tryptophan in konzentrierter Form gesteigert werden. Der Transport von Aminosäuren über die Barriere zwischen Blut und Gehirn ist sehr begrenzt. Mit zunehmenden Alter wird das Gedächtnis schwächer und auch die Konzentration von Acetylcholin im Gehirn wird reduziert. Bei Personen, die unter vorzeitiger Senilität oder Alzheimer Krankheit gelitten haben, ist dieses biochemische Defizit besonders gross. Optimale Acetylcholinkonzentrationen waren für gutes Erinnerungsvermögen von entscheidener Bedeutung. Studien ergaben erhebliche Verbesserungen des Erinnerungsvermögens und zwar nicht nur bei Personen mit Gedächtnisstörungen, sondern auch bei gesunden Freiwilligen. Bei Studien mit Nährstoffen wurden nicht so vielversprechende Ergebnisse erzielt. Aus Cholin und Pantothensäure in der täglichen Nahrung wird das Acetylcholin gebildet. Von Bodybuildern werden diese beiden Nährstoffe häufig in Form von Nahrungskonzentraten genommen. Bei bewegungsarmen Menschen sind beide Nährstoffe oft nur sehr schwach konzentriert. Es hängt von den Mengen dieser Nährstoffe in der täglichen Ernährung ab, in welchem Mass sie den Neuronen des Gehirns zur Verfügung stehen. Bei Studien, wo Patienten eine tägliche Dosis von 20g Cholin einnahmen, ergaben sich nur bei wenigen Patienten Verbesserungen in der Kondition.
Dies sind nur kurze Beispiele für die Zusammenhänge zwischen Nährstoffen und der Aufrechterhaltung eines optimalen Erinnerungsvermögens.
Addiert man diese Zusatznahrung zur zusätzlichen Durchblutung aufgrund des Bodybuildingtrainings, kommt man zu dem Ergebnis, dass dieser Sport nicht nur für den Körper segensreich ist, sondern auch fürs Gehirn.