Diäten können funktionieren. Man nimmt automatisch ab, wenn man weniger Kalorien konsumiert als man verbraucht. Aber so einfach ist es dann doch nicht! Genauso frivol wie künstliche Fingernägel oder unechte Haarteile sind Diäten zu einer Art Kosmetik geworden. Schwerwiegende physiologische Konsequenzen kann das ständige "Auf und Ab" einer Diät haben. Dabei kann es auch sein, dass Diäten dick machen! Eine Kalorie ist für den Naturwissenschaftler eine konstante Grösse. Es ist die Wärmemenge, die erforderlich ist, um ein Gramm Wasser um
1 Grad Celsius zu erwärmen. Kalorien können für figurbewusste Menschen dick machen. Fett macht dick zeigen Forschungsarbeiten. Kohlenhydrate sind der Schlüssel für die Regulierung des Körpergewichts. Wir setzen Fett an, weil wir Fett essen, davon gehen die Studien aus. Kohlenhydratreiche Ernährung hat sich als bombensichere Möglichkeit erwiesen, zuzunehmen.
Lebewesen auf der Erde hat die Evolution wohl so programmiert, dass der Stoffwechselumsatz sinkt, wenn hungrige Zeiten anbrechen. Eine Diät stellt eine Art Hungersnot dar. Studien belegen, dass man nach jeder Diätphase länger brauchte, um das zuvor zugelegte Gewicht wieder abzubauen. Doch wie hält man die Pfunde fern, die man mit Diät abgenommen hat? Kohlenhydratreiche und fettarme Ernährung scheint die Antwort zu sein. Übergewicht ist ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankhkeiten, Schlaganfall und Diabetes, das weiss man genau. Der grösste des im Köprer angesammelten Fetts stammt aus dem Fett, das wir essen. Kaum Fett bildet der Körper aus Kohlenhydraten und Protein, das man verzehrt. Studien belegen, dass man nach einer Mahlzeit (ausschliesslich in Form von Kohlenhydraten) von 2000 kcal nach den ersten 10 Stunden nur 81 kcal in Form von Fett gespeichert hatte. 20 Stunden nach dieser Mahlzeit hatte man Körperfett abgebaut, weil der normale Stoffwechsel alle 2000 kcal verbrannt hat, einschliesslich der 81 Fettkalorien. Die Biochemie erklärt, dass 1g Fett 9 kcal Wärme liefert, während 1g Kohlenhydrate oder Protein nur 4 kcal hat. Studien kamen aber auch zu dem Ergebnis, dass 1g Fett 11 kcal hat und nicht 9 kcal. Das heisst, dass das Fett, was man verzehrt, dicker macht, als man gedacht hat. Die Speicherung von Fett benötigt nicht viel Energie. Bei der Umwandlung und Speicherung von Kohlenhydraten in Form von Fett ist der metabolische Aufwand 8x so gross wie der für die Speicherung von Fett als Körperfett. Überschüssige Kohlenhydratkalorien werden in weit geringerem Mass zu Körperfett als überschüssige Fettkalorien. Epidemiologische Forschungen bestätigen diese Erkennnisse. Vor vielen Jahren hat man 60% der Kalorien in Form von Kohlenhydraten und 30% in Form von Fett konsumiert. Heute sind es nur 45% Kohlenhydratkalorien und die Fettzufuhr nähert sich 40%. Eine fettarme Ernährung ist in jeglicher Beziehung empfehlenswert. Doch dies ist immer leichter gesagt als getan. Studien belegen, dass übergewichtige Menschen ungeachtet des Zuckergehalts lieber Dinge essen, die mehr Fett haben. Das Süsse verschleiert nur das wirkliche Verlangen nach Fett. Im Zuge der Evolution hat der menschliche Körper sich dazu entwickelt, Kohlenhydrate zur unmittelbaren Energieversorgung heranzuziehen und überzählige Kohlenhydrate speichert er in Form von Glykogen in der Leber und in den Muskeln zur zukünftigen Verwendung. Luxus und Supermärkte kannte man früher nicht. Man kannte keinen Überfluss, aber Hunger. Aus diesem Grund hat die Natur den Körper so programmiert, Fett als Energiereserve für Notzeiten zu speichern. Etwa 1600 kcal Glykogen kann der Körper pro Tag speichern, aber die Fettspeicherkapazität scheint unbegrenzt zu sein. Verführerisch und mühelos zu essen sind fette Dingen. Sie machen nicht satt und enthalten keine Balaststoffe. Kohlenhydratquellen dagegen haben Balaststoffe und sättigen, man kann von ihnen nur begrenzte Mengen essen. So kann kann mehr Sport treiben und aktiver leben. Unser Körpergewicht setzt sich zu 1% aus braunem Fett zusammen, ein spezielles Fettgewebe, das aus Mitochondrien besteht, mikroskopisch kleine Strukturen, die die für körperliche Aktivität benötigte Energie produzieren. Braunes Fett bildet sich zurück, wenn nicht genug Kohlenhydrate verzehrt werden und die Gefahr erhöht sich, dass man zunimmt. Studien halten den sog. "Body Mass Indes (BMI)" für die beste Möglichkeit zu bestimmen, ob jemand zuviel Fett am Körper hat oder nicht. Der BMI errechnet sich, indem man das Gewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergrösse in Metern dividiert. Der BMI-Durchschnittswert für Frauen liegt bei 21-23, bei Männern liegt er bei 22-24. Ein sehr muskulöser Bodybuilder könnte leicht einen BMI von 30 erreichen. Doch Bodybuilder haben im allgemeinen mehr Muskelsubstanz als der Durchschnittbürger und schlagen deshalb mit einem höheren Index bei niedrigerem Körperfettanteil zu Buche. Alle anderen Methoden der Messung von Körpergewicht und Körperfettanteil sind ungenau.
Die Lösung ist Sport. Sei es nun Jogging, Weitsprung oder Bodybuilding, Sport verbrennt Kalorien nicht nur während der Aktivität selbst, sondern beschleunigt auch den Stoffwechsel, so dass man noch nach Stunden mehr Kalorien abbaut als sonst. Es ist fast zum Scheitern verurteilt, den Versuch allein mittels Diät abnehmen zu wollen. Die zuverlässigste Möglichkeit der Reguliertung des Körpergewichts ist sportliche Betätigung auf regelmässiger Basis. Auf Diät zu gehen, ist frustierend und löst das Problem nicht wirklich. Unmöglich ist es, Kalorien zu zählen. Bodybuilding bietet die sichere Möglichkeit, abzunehmen und überschüssige Pfunde auf Dauer fernzuhalten