Bei vielen Menschen, die oft trainieren, stellen sich mehr oder weniger starke Schmerzen in den Muskeln ein. Es gibt mehrere Ursachen dafür. Auf die hohe Konzentration von Milchsäure innerhalb der Muskeln führt man im allgemeinen den Muskelschmerz zurück, der sich während oder unmittelbar nach einen Training einstellt. Schnell vergeht dieser Schmerz wieder. Die Ursache könnte in der Art und Weise des Trainings zu suchen sein, wenn sich zwei oder drei Tage nach dem Training Muskelkater einsetzt. Nach exentrischen Kontraktionen ist akuter Muskelkater am intensivsten.
Dies ist z.B. der Fall, wenn ein Muskel sich anspannt, diese Anspannung aber von einem Widerstand überwunden wird, so dass sich der gespannte Muskel dehnt (wie beim langsamen Herunterlassen eines Gewichts). Muskelkrämpfe und Risse im Muskelgewebe oder Schäden am Bindegewebe sind die Ursache der resultierenden Schmerzen. Wenn der Muskel einen Widerstand überwindet und sich bei der Kontraktion verkürzt, tritt schwächerer Muskelkater auf. Solche Kontraktionen verursachen weniger Schäden an den Muskeln, davon kann man ausgehen. Zum Muskelzuwachs gehört ein gewisser Muskelkater und ist dafür notwendig. Diese winzigen Verletzungen veranlassen einen Muskel, eine Art Verteidigung aufzubauen und an Masse zuzunehmen. Dies ist Sinn und Zweck des Bodybuilding-Trainings. Man muss u.U. so lange mit geringeren Gewichten trainieren, bis die Musklen geübt und stark genug sind, um den Widerstand der Gewichte zu überwinden, sollte Muskelkater ständig schmerzen. Insbesondere Frauen machen sich nicht bewusst, das es viele Wochen Training mit einem bestimmten Gewicht erfordert, bis man genug Kraft besitzt, um dieses Gewicht auch nur ein wenig steigern zu können. Es ist noch lange nicht gesagt, dass man schon ausreichend darauf vorbereitet ist, eine Übung mit einem willkürlich gewählten Gewicht an einer Hantel oder einer Maschine nur um der Bewegung willen auszuführen. Optimal profitieren wird man davon nicht. Dabei kann man sich auch schwer verletzen. Ständiger Schmerz könnte unter diesen Umständen eine Warnung vor einer bevorstehenden Verletzung sein. Bis man gelernt hat, richtig zu trainieren und die Muskeln richtig zu kontrahieren, ist es ratsam, den Muskelkater zu lindern, indem man bis zu 48 Stunden nach intensivem Training jeweils 15 Minuten lang Eis auflegt. Je eher, desto besser! Ob man einen bevorstehenden Muskelkater erwartet oder nicht, ist es sogar ratsam, dieses unmittelbar nach dem Training zu tun. Chronischer Muskelkater bzw. nicht nachlassende Muskelschmerzen kann auch Übertraining sein, insbesondere, wenn man Tag für Tag dieselben Übungen und dasselbe Programm ausübt. Man schützt den Körper vor zu hohen Belastungen und gibt den Muskeln Gelegenheit grösser und stärker zu werden, wenn man das Training in unterschiedliche Phasen aufteilt. In den Ruhephasen zwischen Trainingseinheiten, nicht während des Trainings selbst, kommt es zum Muskelzuwachs. Mit Verletzungsgefahr ist Übertraining auch verbunden, ganz zu schweigen von mentalem und physischen Ausbrennen. Der Körper wird duch intensives Training und Bodybuilding besonders belastet. Je stärker man den Körper belastet, desto mehr Ruhe braucht er, um davon zu profitieren. Es kann auch gut sein, dass man durch übertrainieren nicht mehr genügend Intensität mobilisieren kann, um Muskelzuwachs und die weitere Erntwicklung anzuregen. Verletzungen von Überbeanspruchung stellen sich langsam ein, das belegen medizinische Studien. Eines der ersten Anzeichen kann chronischer Muskelkater sein. Man sollte das Training in mehrere Phasen aufteilen, sich gut und gesund ernähren und sich genug Ruhe gönnen, so trainiert man richtig. Studien belegen, dass Menschen, die Bodybuilding ausüben, alle drei Tage einen trainingsfreien Tag brauchen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Man sollte entweder alle drei Tage einen Tag mit dem Training ausetzen oder es an diesem Tag im Training leicht und langsam angehen lassen. Damit man nicht immer wieder genau dieselben Muskeln trainiert, sollte man dann und wann das Trainingsprogramm variieren. Noch besser wäre es, mit jeder Trainingseinheit an anderen Muskelgruppen zu arbeiten, sich mit einem sog. Splitt-Training vertraut zu machen. Wenn man die o.a. Ratschläge beherzigt, wird man Muskelzuwachs erzielen und die Entwicklung verbessern und zwar ohne nennenswerte Verletzungsgefahr - und man wird sich in allem viel besser fühlen.