Unvermeidlich ist Stress, er muss aber nicht unkontrollierbar sein. Nützlich kann Stress z.B. vor einem Wettkampf sein.
Schädlich ist jedoch dauernder, beunruhigender Stress. Täglich werden wir mit einer Vielzahl von potentiell stressvollen Umständen konfrontiert. Mit den geläufigen Belastungen unseres Lebens können die meisten von uns ganz gut umgehen, mit positiven Veränderungen wie z.B. Beförderung, Geburt wie auch mit den negativen Veränderungen wie z.B. Tod. Doch jeder hat eine andere Reizschwelle, was der eine mühelos verarbeitet kann beim anderen zur Last werden. Stress kann sich in Form von Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Nervosität, innerer Spannung, Frustration, wenn er zum Dauerzustand wird.
Bleiben diese Symptome unbehandelt, so können sie zu Depressionen, überhöhtem Blutdruck, Geschwüren, Kopfschmerzen, unkontrolliertem Appetit, Fettleibigkeit und anderen psychogenen Störungen führen. Innerhalb bestimmter Grenzen funktionieren das Gehirn und das Nervensystem. Es kann leicht versagen, wenn das System mit Spannungen und Sorgen überladen ist, ähnlich wie bei einem Kurzschluss in einem Stromkreis. Verschiedene Techniken der Verhaltensmodifikation haben sich zur Stressbewältigung bewährt. Ein geregeltes Übungsprogramm ist das wirkungsvollste Rezept. Eine wirkungsvolle Hilfe ist auch Zeitplanung.
Man muss Prioritäten setzen und sich die täglichen Pflichten einteilen. Man sollte sich einen Plan mit den Dingen erstellen, die man am nächsten Tag erledigen will; sie dann nach Wichtigkeit ordnen und sich genau überlegen, wieviel Zeit die Dinge im einzelnen in Anspruch nehmen. Ein wichiger Faktor bei der Zeiteinteilung ist die Planung der täglichen Übungen. Die Bemerkung 'ich habe keine Zeit um Trainieren' zählt nicht. Auch wenn man früher aufstehen muss und z.B. vor der Arbeit trainiert, die Übungen müssen Vorrang haben. Um möglicherweise besser abschalten zu können, empfiehlt es sich vielleicht, abends zu trainieren. Doch der Nutzen bleibt derselbe, egal zu welcher Tageszeit man trainiert. Training verbessert die Ausdauer und die Kraft, bildet Muskeln, löst Fett auf, fördert die Appetitkontrolle und baut Erschöpfung vor. Auch die Endorphinproduktion des Gehirns wird angeregt. Alle Menschen, die regelmässig über längere Zeit trainieren, werden das Gefühl der Euphorie und des Wohlbefindens kennen, erzeugt durch die sog. natürlichen Opiate. Chronische Kopfschmerzen werden beseitigt und auch der Blutdruck wird gesenkt. Die Linderung der Spannungen und des Schmerzens lässt einen um Jahre jünger aussehen. Durch die verbesserte körperliche Erscheinung wird auch des Selbstwertgefühl angehoben. Dadurch ist man in der Lage, schwierige und frustrierende Situationen besser zu bewältigen. Man kann im Laufe der Zeit ziemlich immun gegen Stress werden, wenn man gelernt hat, wie man dem Stress mit Training und Zeitplanung beikommt. Man lebt ein besseres Leben, das es wert ist, bis zur Neige ausgelebt zu werden durch eine verbesserte Erscheinung, bessere Gesundheit, grössere Kraft und Energie, erhöhtes Selbstvertrauen und gesteigerten Selbstwertgefühl.