
Steigende Temperaturen und schönes Wetter heben nicht nur die Stimmung, sie sorgen meistens auch für einen Aktivitätsschub. Wer sich aber bei Temperaturen jenseits der 25 Grad Celsius stark sportlich betätigt sollte einiges beachten.
Bei erhöhten Aussentemperaturen wird durch die Bewegung mehr Wärme als normalerweise in den Muskeln produziert und daher muss das körpereigene Kühlsystem auf Hochtouren arbeiten. Es kühlt den Körper mit der Schweißproduktion und sorgt so dafür dass die Temperatur nicht noch weiter ansteigt. Rein theoretisch würde unsere Körpertemperatur ohne Kühlung nach einer Stunde Jogging bei etwa 60 Grad liegen. Der Tod tritt aber bei ca 43,5 Grad Celsius ein. Tod durch Hitzschlag nennt man das im Volksmund.
Der sendet schon bei ca 40 Grad Celsius starke Warmsignale aus. Zu den typischen Vorboten gehören Muskelkrämpfe und das Gefühl, das Bewusstsein zu verlieren. Der so genannte Hitzekollaps, eine Art Kreislaufzusammenbruch infolge stark abfallenden Blutdrucks, gehört noch zu den weniger dramatischen Begleiterscheinungen bei extremen Temperaturen. Wem es beim Sport in der Hitze nicht 100prozentig gut geht, sollte das Training besser in die kühleren Abend- und Morgenstunden verschieben.
Auch sollte die Ozonbelastung beachtet werden. Wer empfindlich auf diese aggressive Sauerstoffvariante in der Luft reagiert, sollte seinen Trainingsplan darauf abstimmen. Typische Symptome sind Augenbrennen, Unwohlsein bis hin zur Reizung der Atemwege. Etwa 10 bis 15 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung haben nach Angaben des Umweltbundesamtes eine solche individuelle Empfindlichkeit gegenüber Ozon. Die Symptome können sich bei körperlicher Anstrengung sehr verstärken.
Wer bei warmen Wetter nicht genug trinkt, hat in den meisten Fällen weniger Ausdauerleistung. Aber auch die Konzentration und die Koordinationsfähigkeit lassen häufig nach. Weitere Anzeichen sind im Allgemeinen Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme und Müdigkeit. Um den normalen Flüssigkeitsbedarf zu decken, sollten durchschnittlich 1,5 Liter pro Tag getrunken werden. Wird Sport getrieben, erhöht sich der Bedarf entsprechend. So verliert der Körper bei großer Anstrengung in der Hitze etwa zwei Liter Flüssigkeit pro Stunde. Dabei werden auch lebensnotwendige Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und andere Spurenelemente aus dem Körper geschwemmt.
Ein gutes Getränk, um diesen Flüssihkeitsverlust auszugleichen, ist " gute alte "Apfelschorle. Dazu wird etwa ein Teil Apfelsaft mit zwei Teilen Mineralwasser gemischt. Um den Mineralverlust so gering wie möglich zu halten, mischen einige Jogger noch ein bisschen Salz und Stärke in das Mixgetränk. Spezielle Sportlergetränke sind in der Regel nicht notwendig. Am besten trinkt man bereits eine halbe Stunde vor dem Training einen halben Liter Flüssigkeit. Mit der Flüssigkeitszunahme sollte man nicht bis zum Durstgefühl warten. Wenn es auftritt, fehlen bereits etwa 0,5 Prozent des nötigen Körpergewichtanteils an Flüssigkeit. Wer länger als eine Stunde sportlich aktiv ist, sollte daher für Trinkpausen sorgen. Als Faustregel gilt: ein Liter pro Stunde aufgeteilt in mehreren kleine Portionen.