Die menschliche Haarwurzel produziert fortlaufend sogenannte Hornzellen die sich auf dem Weg durch die Kopfhaut in lange, harte Spindeln verwandeln und dann irgendwann absterben. Von aussen gesehen liegen diese wie Dachziegel aufeinander. Ist diese Schicht intakt, wirkt das Haar gesund und es hat einen schönen Glanz. Aber durch vermehrtes Waschen und zu heissem Föhnen und Färben wird diese Hornschicht zerstört. Das Haar wirkt dann spröde und dazu spalten seine Spitzen sich auf. Keine Kosmetischen Hilfsmittel können solche Schäden wirklich reparieren. Haarspülungen bilden nur einen Film um das Haar und verkleben quasi die schadhaften Stellen einfach. Die Gene bestimmen ob der Mensch dickes, dünnes, lockiges oder glattes Haar bekommt.
Das Motto für schönes Haar ist eigentlich ganz simpel, denn je weniger man mit ihm anstellt, desto länger bleibt es schön. Also nicht allzu häufig waschen, nur vorsichtig kämmen, nicht zu heiß föhnen und schon gar nicht färben, blondieren oder dauerwellen! Haarspangen und Zopfgummis stressen die Haare ebenso, vor allem wenn diese sehr straff gekämmt und gezogen werden. Auch das UV-Licht der Sonne zerstört die empfindliche Außenschicht. Spülungen, Packungen und Tönungen legen sich als Schutzfilm um die Hornfäden, haben aber den Nachteil, dass sie feines Haar beschweren. Viele Tests haben übrigens immer wieder gezeigt, dass teure Haarpflegeprodukte meist nicht besser sind als die preiswerten. Günstige Shampoos und Pflegemittel tun es meistens auch.
Shampoo selbst gemacht
Früher wusch man sich das Haar mit einfacher Kernseife. Die hinterließ allerdings einen stumpfen Belag aus Seife und Kalk. Etwas Essig oder Zitronensaft löste den Belag und stellte den natürlichen Glanz des Haares wieder her. Heute stecken in einem ganz normalen Shampoo rund 30 verschiedene Substanzen. Einige sind fürs Reinigen zuständig, andere gegen die statische Aufladung, andere wiederum sorgen für einen angenehmen Duft
Wer auf solche Stoffe verzichten möchte, kann es mal mit Kernseife versuchen. Als pflegende Spülung hat sich folgendes Rezept bewährt: 1 TL Bienenhonig und 1 TL Zitronensaft in 250 ml warmem Wasser auflösen und ins frisch gewaschene Haar einmassieren, ausspülen, fertig!